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Berichte

Der Vorstand der Landsmannschaft in neuer Besetzung (09.10.2022)

Nach der Coronazwangspause von vier Jahren fand wieder eine Jahreshauptversammlung statt. Der Vorsitzende Manfred Simon begrüßte die zahlreich erschienen Landsleute und besonders die Gäste Frau Maria Schläfli und Herrn Stephan Schläfli sowie Herrn Franz Magamoll vom Vorstand des BdV Kreisverbandes Pforzheim. Nach Eröffnung der Sitzung wurde zuerst  der Verstorbenen mit einer Schweigeminute gedacht. Anschließend wurden die Veranstaltungen aufgezählt, die trotz aller Widrigkeiten stattgefunden hatten: Stadtrundfahrt mit Führung. Ausflug zum Keltenmuseum in Hochdorf/Enz sowie  drei Ausstellungen.

2019 zum 70jährigen Bestehen der Landsmannschaft gab es einen Gedenkgottesdienst und anschließender  Maiandacht mit schlesischen Marienliedern. In der Adventszeit wurde die „Brieger Christnacht“ von Max Drischner als Weihnachtskonzert aufgeführt unter der Leitung von Dietmar Jansen. Der Erlös von 700.00€ wurde dem Pforzheimer Hospiz gespendet. Wegen der Corona-Pandemie konnten sich die Mitglieder der Landmannschaft  erst seit April 2022 wieder regelmäßig zu einem gemütlichen Beisammensein in der traditionellen Mittwochsrunde zum Vesper und guten Gesprächen. Bei der Hauptversammlung berichtet Schatzmeisterin  Elisabeth Komorek von einem zufriedenen Kassenstand. Die Kassenprüferinnen Marianne Sabieray und Anna Zielinski bescheinigten die korrekte  Buchführung, sodass der Vorstand entlastet werden konnte.

Die folgenden Wahlen haben ergeben: Manfred Simon wurde als 1. Vorsitzender bestätigt, ebenso Schatzmeisterin Elisabeth Komorek, die Schriftführerin Christina Wessolly  sowie Irene Markgraf, Josef Parusel, Peter Wyrwich, Marianne Sabieraj und Anna Zielinski als Kassenprüferinnen. Neu gewählt wurde Annegret Kunert als stv. Vorsitzende, Werner Wessolly, der nicht mehr für das Amt des stv. Vorsitzenden kandidiert hat, wurde  zum Beisitzer so auch Eva Parusel. Die Versammlung wurde mit einem guten Vesper und dem Schlesierlied beendet. (Text: M. Simon).

 Ein abwechslungsreicher Ausflug der Pforzheimer Schlesier!

Statt einer Kulturreise nach Schlesien (abgesagt aus aktuellen politischen Gründen) entschloss sich der Vorstand, einen Tagesausflug zum Keltengrab in Hochdorf/Enz anzubieten. Mit dem Bus fuhren sechsundzwanzig Teilnehmer von Pf.-Brötzingen nach Bad Cannstatt zur Anlegestelle der Neckarschiffe. Unsere „Wilhelma“ war gut besucht und nicht jeder war mit der Bewirtung auf dem Schiff einverstanden. Aber die Aussicht auf nahe liegende Ortschaften, Industrieanlagen, aber vor allem auf die Weinberge ließen den Ärger vergessen.

In Ludwigsburg-Hoheneck ging es wieder an Land und mit dem Bus weiter zum fürstlichen Keltengrab. Wir erfuhren, dass die originalen Fundstücke in Stuttgart seien, aber dass hier ein originalgetreuer Nachbau genaue Einblicke  in das keltische Leben ca. 500 Jahre vor Christus biete. Die keltische Zivilisation und Kultur hat sich gerade an den Fürstenhöfen mit weitreichenden Verbindungen entwickelt. Es wurden mediterrane Kunst, Lebensstil und Lebensformen aufgenommen. Den Austausch und Handel bis nach Griechenland, nach Marseille (eine griechische Kolonie Massalia), ja sogar bis in das heutige Ankara in der Türkei kann man mit vielen Funden nachweisen.

Wir sahen ein nachgebautes hölzernes Haus und erfuhren, dass die Kelten Kellergruben zur Aufbe-wahrung von Lebensmitteln hatten. Sie hielten Rinder, Schafe, und Schweine, gingen zur Jagd und rodeten für intensiven Ackerbau. Nach einer kurzen Kaffeepause ging es weiter mit dem Bus nach Hohenhaslach. In einer zünftigen Besenwirtschaft erholten wir uns bei einem kräftigen Vesper, um bestens gestärkt die Heimreise antreten zu können.

Text: M. Simon, Fotos: V. Piekniewski

 Die abgebildeten Fotos vom Keltenmuseum Hochdorf: Erlaubnis von Prof. Dr. Thomas Knopf


Eine erlebnisreiche Reise der Pforzheimer Schlesier, vom 16.06 bis 23.06. 2019

Am frühen Sonntagmorgen bei strömendem Regen begann unsere Fahrt nach Oberschlesien, unser erstes Ziel, unsere Unterkunft im Schloss Izbicko/Stubendorf, empfing uns bereits im freundlichen Abendsonnenschein. Der nächste Tag bot sogleich eine Besonderheit, eine Bootsfahrt im ehemaligen Silberbergwerk „Schwarze Forelle“ in Tarnowitz; es ist die längste unterirdische Strecke Polens, die mit dem Boot bewältigt kann. Der zweite Tag sah eine Fahrt nach Nikischacht vor, in die beeindruckende beispiellose Arbeitersiedlung, Anfang des 20.ten Jahrhunderts von Giesches Erben beauftragt und von Architekten  Emil u. Georg Zillmann in die Tat umgesetzt. Eine Stadtrundfahrt durch Kattowitz rundete den Tag ab. Der dritte Tag bot ein volles Programm: die Besichtigung von Schloss Pless, der Brauerei in Tichau und den Besuch des schlesischen Museum in Kattowitz, der allen Interessen gerecht wurde. Man konnte sich mit der schlesisch / polnischen Geschichte beschäftigen, sich mit der Malerei dieser Region auseinander setzten oder die Architektur der Kulturmeile bewundern.

Weiter ging die Fahrt am nächsten Tag nach Krakau, das die meisten von uns sehr gut  kennen, aber der Besuch des Jüdischen Viertels zeigt auch manches Problem mit dem Umgang der Geschichte, doch wurde der Abend mit einem sehr guten koscheren Essen bei Klezmer Musik beendet. Weiter ging es nach kurzer nächtlicher Erholung in Richtung Zakopane. Eine      beeindruckende Unterbrechung war der Besuch des Salzbergwerks Wieliczka. Die unglaubliche geheimnisvolle riesige unterirdische Welt, die zurecht zum UNESCO Weltkulturerbe gezählt wird, macht deutlich, warum sie für die Romantik zum literarischen Topos wurde. Am Nachmittag und Abend bot die Silhouette der Hohen Tatra ein faszinierendes Bild, zu genießen vom Berg Gulalowka. Das belebte Zakopane bot    für viele die gewünschte Abwechslung zur Nacht.

Mit einer Busfahrt durch den Nationalpark begann unser letzter Reisetag zum Grenzfluss Dunajec zwischen Polen und  Slowenien, von dem aus wir auf einem Floß in zweistündiger Fahrt die beruhigende Landschaft genießen konnten, vorbei an einem ehemaligen Gebiet der Karpatendeutschen in der Slowakei (Zipper Sachsen). Der Abend wurde mit einem überreichlichen Abendessen bei goralischer Musik zu Trachtentänzen abgeschlossen.

Am Sonnabend begann die Rückfahrt, die Tagesetappe führt nach Prag vorbei an der mährischen Pforte, der ehemaligen antiken Bernsteinstraße. Viele historisch wichtige Orte haben wir aus Zeitmangel nicht näher betrachten können.
Auch in Prag gab es nur noch ein üppiges Abendessen im ältesten Restaurant der Stadt  „U Fleku“  bei berühmter Bierseligkeit  und Gesang, die Karlsbrücke, der Hradschin blieben schemenhaft erleuchtet. So konnten wir am Sonntag endgültig die Heimreise antreten, gesättigt von vielen Eindrücken, die erst verarbeitet sein wollen, um gegebenenfalls noch einmal vertieft zu werden. Text und Foto: Manfred Simon

Die nachstehende Aufnahme zeigt die Pforzheimer Ausflügler in den Karpaten

 

Ein Erlebnistag in Baden – Baden im SWR Studio!


Landsmannschaft erlebt TV-Aufzeichnung.
Mit dreißig  Landsleuten startete der Bus von Pforzheim in Richtung Baden-Baden, der Stadt mit den meisten Millionären in Deutschland, wo jeder zehnte Bürger einen russischen Pass besitzt:  aber auch dort steht  der SWR-Sender , den die Schlesier besuchten. Der Vorsitzende Manfred Simon wusste manches zu berichten über die Kur  und Bäderstadt, das Spielcasino, die Pferderennbahn(Turf) und dass  in 140 Hotels Gäste bewirtet werden, aber  vor  allem   dass der Schlesier  Friedrich Bischoff der erste Intendant des ehemaligen  SWF Radiosenders  war. (siehe Anhang)
Für die knapp einhundert Besucher gab es  eine kurze Einweisung, wie sie sich verhalten sollten als Zuschauer der Sendung: “Sag die Wahrheit. “Es  ist klassisches Ratefernsehen“, sagt  der  zuständige Moderator Antwerpes. Ein bekanntes Rateteam  hat drei Kandidaten zu beurteilen, von denen  nur einer die Wahrheit  sagt. Und tatsächlich: Sie haben einen spannenden Beruf, eine besondere Fähigkeit  oder ein skurriles  Hobby – und machen ein Geheimnis daraus. Die “Schwindler”, die für reichlich Verwirrung sorgen, geben dem Rateteam Rätsel  auf.Das  Rate-team muss die Lügen  der  Schwindler entlarven. Es war ein langer Nachmittag, der für die Laien ungeahnte Einblicke in die Fernseharbeit ermöglichte. Für eine halbstündige Sendung, die einmal wöchentlich abends spät den Zuschauer erreichen  und bei Laune  halten soll, ist ein unglaublicher Arbeitsaufwand nötig: deutlich wurde dies  allen an den  vielen Wiederholungen einzelner Sequenzen (wie oft kann man einen Gag wieder-holen?!), wobei  unbekannt blieb, wie viele Menschen an dieser Sendung mitarbeiten und welcher Aufwand an technischen Mitteln eingesetzt wird. Es war ein interessanter Ausflug.
Text: M. Simon (2017)

Anhang

Friedrich Bischoff!
Ein schlesischer Rundfunkpionier


Friedrich Bischoff bis 1933 Fritz Walter Bischoff, * 26. Januar1896 in Neumarkt/Schlesien, studierte Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Breslau und wurde 1923 Dramaturg am dortigen Stadttheater. 1925 wechselte er als Literarischer Leiter zum Rundfunksender Schlesische Funkstunde, dessen Intendant er von 1929 bis 1933 war. Bischoff beschäftigte sich intensiv mit den technischen und akustischen Möglichkeiten des Rundfunks und hat maßgeblich an der Entwicklung der Radiokunst gearbeitet. So setzte er die eben vom Ingenieur Friedrich Gasde erfundene Überblend-Einrichtung ein und verwendete Geräuscheffekte. Gemeinsam mit Werner Milch  produzierte er im Februar 1928 das Hörspiel Hallo! Hier Welle Erdball! Es gilt als Maßstäbe setzendes Werk der neuen Kunstrichtung. Gleichzeitig ist es das älteste als Tonaufnahme erhaltene deutschsprachige Hörspiel.
Auch für die leichte Unterhaltung hatte Bischoff Gespür. Er nahm ab 1926 den Humoristen Ludwig Manfred Lommel mit seinen Szenen um den „Sender Runxendorf auf Welle 0,5“ in das Programm auf
Mit Beginn der nationalsozialistischen Diktatur wurde Bischoff von seinem Amt als Intendant entfernt und war monatelang Untersuchungshäftling der Gestapo, bis im Rundfunkprozess 1934/35 das Verfahren gegen ihn eingestellt und er entlassen wurde.
Bis 1945 arbeitete er als Lektor und Schriftsteller. Er schuf zahlreiche Werke der Erzählprosa und Lyrik in der mystisch-romantischen Tradition seiner schlesischen Heimat.
Im März 1946 wurde er zum Intendanten des neu entstandenen Südwestfunks Baden-Baden, zu dessen Ansehen er wesentlich beigetragen hatte, berufen und hatte dieses Amt bis zum 30. Juni 1965 inne.
Bischoff war sowohl Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, als auch der Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie Ehrenbürger der Universität Mainz. 1951 wurde er mit der Ernennung zum Professor geehrt. 1954 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz.
Mit dem  Schlesierschild wurde Bischoff 1962 von der Landsmannschaft Schlesien geehrt.
Friedrich Bischoff verstarb am 21. Mai 1976 in Großweier/Baden-Württemberg.
                                                                                   
Quelle: Wikipedia, Mitteilungsblatt 03/2017, Ortsgruppe Pforzheim. Verantwortlich Manfred Simon.




      



 



         

 

 

 

 

 



 

 

                                                

 

 

                
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