Links | Impressum

Berichte

Besuch des Landesvoristzenden Christfried Krause bei den Pforzheimer Schlesiern!

Auf der Vorstellungsreise zu den einzelnen Schlesiergruppen in Baden-Württemberg besuchte der neue 1. Vorsitzende Christfried Krause am 04. Juli die Pforzheimer Schlesier im „Haus der Landsmannschaften“ in der Mittwochskulturrunde. Manfred Simon führte ihn durch die Heimatstuben der Landsmannschaften. Besonders angetan war der Gast von der vielfältigen Ausstattung  der Schlesierstube und von der informativen Ausstellung „Schloss Geschichten / Adel in Schlesien“, die in Zusammenarbeit mit dem Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen  der Pforzheimer Schlesiergruppe zur Verfügung gestellt wurde.
M. Simon erläuterte die Geschichte und die jetzigen Verträge mit der Stadt Pforzheim und dem HdL, das seit dreißig Jahren  den Heimatvertriebenen in Pforzheim zur Verfügung steht.
Christfried Krause stellte in einer kurzen Ansprache den anwesenden Mitgliedern sein privates und  berufliches Leben vor sowie seine Aufgaben bei der Landsmannschaft im Bundes-und Landesvorstand.
Selbstverständlich genoss er das Schlesische Vesper, besonders unser berühmtes Häckerle, das nie bei einer Mittwochskulturrunde fehlt.
Der Vorsitzende der  Landesgruppe LM Schlesien war von der Lebendigkeit der Schlesier sehr beeindruckt, so dass er noch an der anschließenden Vorstandssitzung teilnahm, in der die Jahreshauptversammlung, sowie die Vorhaben für das Jahr 2019 besprochen und festgelegt wurden. (Text M. Simon)



Schlesischer Adel steht im Mittelpunkt!

Schlossgeschichten und der Adel in Schlesien sind Themen, mit der sich noch bis Mitte September  das Museum  „Haus der Landsmannschaften“  in Pf.-Brötzingen befasst. Wer Adel war und wie man adelig wurde wird in Beispielen festgelegt -  auch weil laut einer Ankündigung  die einstige Vielfalt schlesischer  Guts- und Herrenhäuser  in der vergangenen sechzig Jahren  drastisch abgenommen hat.  Es geht um Strukturdarstellungen und Adelsbiografien,  die Ausstellung ist separat  in einer deutschen  und einer polnischen Sprachfassung  erfasst worden. Mehr als  100 000 Gäste  haben sich seit 1912 die Ausstellung  in Polen und Deutschland ansehen können.
Die Wanderausstellung des Oberschlesischen  Landesmuseums ist immer sonntags von 13.00  bis 17.00 Uhr  geöffnet. (Aus Pforzheimer Kurier, 11.07.2018)


Ein Erlebnistag in Baden – Baden im SWR Studio!

Landsmannschaft erlebt TV-Aufzeichnung
Mit dreißig  Landsleuten startete der Bus von Pforzheim in Richtung Baden-Baden, der Stadt mit den meisten Millionären in Deutschland, wo jeder zehnte Bürger einen russischen Pass besitzt:  aber auch dort steht  der SWR-Sender , den die Schlesier besuchten. Der Vorsitzende Manfred Simon wusste manches zu berichten über die Kur  und Bäderstadt, das Spielcasino, die Pferderennbahn(Turf) und dass  in 140 Hotels Gäste bewirtet werden, aber  vor  allem   dass der Schlesier  Friedrich Bischoff der erste Intendant des ehemaligen  SWF Radiosenders  war. (siehe Anhang)
Für die knapp einhundert Besucher gab es  eine kurze Einweisung, wie sie sich verhalten sollten als Zuschauer der Sendung: “Sag die Wahrheit. “Es  ist klassisches Ratefernsehen“, sagt  der  zuständige Moderator Antwerpes. Ein bekanntes Rateteam  hat drei Kandidaten zu beurteilen, von denen  nur einer die Wahrheit  sagt. Und tatsächlich: Sie haben einen spannenden Beruf, eine besondere Fähigkeit  oder ein skurriles  Hobby – und machen ein Geheimnis daraus. Die “Schwindler”, die für reichlich Verwirrung sorgen, geben dem Rateteam Rätsel  auf.Das  Rate-team muss die Lügen  der  Schwindler entlarven. Es war ein langer Nachmittag, der für die Laien ungeahnte Einblicke in die Fernseharbeit ermöglichte. Für eine halbstündige Sendung, die einmal wöchentlich abends spät den Zuschauer erreichen  und bei Laune  halten soll, ist ein unglaublicher Arbeitsaufwand nötig: deutlich wurde dies  allen an den  vielen Wiederholungen einzelner Sequenzen (wie oft kann man einen Gag wieder-holen?!), wobei  unbekannt blieb, wie viele Menschen an dieser Sendung mitarbeiten und welcher Aufwand an technischen Mitteln eingesetzt wird. Es war ein interessanter Ausflug.
Text: M. Simon (2017)

Anhang

Friedrich Bischoff!
Ein schlesischer Rundfunkpionier


Friedrich Bischoff bis 1933 Fritz Walter Bischoff, * 26. Januar1896 in Neumarkt/Schlesien, studierte Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Breslau und wurde 1923 Dramaturg am dortigen Stadttheater. 1925 wechselte er als Literarischer Leiter zum Rundfunksender Schlesische Funkstunde, dessen Intendant er von 1929 bis 1933 war. Bischoff beschäftigte sich intensiv mit den technischen und akustischen Möglichkeiten des Rundfunks und hat maßgeblich an der Entwicklung der Radiokunst gearbeitet. So setzte er die eben vom Ingenieur Friedrich Gasde erfundene Überblend-Einrichtung ein und verwendete Geräuscheffekte. Gemeinsam mit Werner Milch  produzierte er im Februar 1928 das Hörspiel Hallo! Hier Welle Erdball! Es gilt als Maßstäbe setzendes Werk der neuen Kunstrichtung. Gleichzeitig ist es das älteste als Tonaufnahme erhaltene deutschsprachige Hörspiel.
Auch für die leichte Unterhaltung hatte Bischoff Gespür. Er nahm ab 1926 den Humoristen Ludwig Manfred Lommel mit seinen Szenen um den „Sender Runxendorf auf Welle 0,5“ in das Programm auf
Mit Beginn der nationalsozialistischen Diktatur wurde Bischoff von seinem Amt als Intendant entfernt und war monatelang Untersuchungshäftling der Gestapo, bis im Rundfunkprozess 1934/35 das Verfahren gegen ihn eingestellt und er entlassen wurde.
Bis 1945 arbeitete er als Lektor und Schriftsteller. Er schuf zahlreiche Werke der Erzählprosa und Lyrik in der mystisch-romantischen Tradition seiner schlesischen Heimat.
Im März 1946 wurde er zum Intendanten des neu entstandenen Südwestfunks Baden-Baden, zu dessen Ansehen er wesentlich beigetragen hatte, berufen und hatte dieses Amt bis zum 30. Juni 1965 inne.
Bischoff war sowohl Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, als auch der Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie Ehrenbürger der Universität Mainz. 1951 wurde er mit der Ernennung zum Professor geehrt. 1954 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz.
Mit dem  Schlesierschild wurde Bischoff 1962 von der Landsmannschaft Schlesien geehrt.
Friedrich Bischoff verstarb am 21. Mai 1976 in Großweier/Baden-Württemberg.
                                                                                   
Quelle: Wikipedia, Mitteilungsblatt 03/2017, Ortsgruppe Pforzheim. Verantwortlich Manfred Simon.



Eine Kulturfahrt zu den Schätzen Niederschlesiens!

Die erste kulturelle Perle auf dieser Reise war Görlitz, die „Schöne an der Neisse“, nur  knapp im Städtewettbewerb unterlegen. Eine Stadtführung durch die engen Gassen vorbei an den Kulturdenkmälern bestätigte den Rang der östlichsten Stadt Deutschlands.

Am frühen Abend erreichte die Reisegruppe Krummhübel, den berühmten Wintersportort zu deutschen Zeiten, heute Karpacz genannt und längst wieder zu internationalem Niveau aufgestiegen.  Der Weg zum Hotel führte am Haus Nesthäkchen vorbei, auch dieser deutschen Schriftstellerin war gedacht worden, der kein rühmliches Ende vergönnt war.
Der nächste Tag war dem historischen Hirschberg gewidmet mit seinen Arkaden, weitgehend waren es die schönen Bürgerhäuser der berühmten Tuchmacher, die ihren Rang auch nach ihrem Tod in jetzt wunderbar restaurierten  Grabkammern verewigt wissen wollten. Diese sind um die Gnadenkirche gruppiert, die heute, einst gnädig genehmigt vom Kaiser Joseph II., für ca. 4ooo evangelische  Gläubige konzipiert,  in ihrer Symbolik erhalten und einfühlsam katholisiert worden ist.
Ein weiteres religiöses und historisches  Kleinod war die aus Holz geschnitzte  Kirche Wang mit ihren heidnischen Wikingersymbolen, oberhalb von  Krummhübel gelegen. Wir verdanken sie König Friedrich Wilhelm I., der die nordischen Sagen und Symbole so liebte, dass er die Kirche 1840 vor der Vernichtung rettete, um sie nahe seinem Sommersitz wieder errichten zulassen. So ist sie heute ein Anziehungsmagnet  für Touristen.
Der Besuch der G. Hauptmann-Villa in Agnetendorf  erweiterte die Sicht auf den Dichter um vieles. Erstaunt bewunderte die Reisegruppe die hinterlassenen  Kunstwerke. Der letzte Programmpunkt dieses zweiten Tages war die Besichtigung der Glashütte Julia (ehemalige Josephinenhütte), Erläuterungen zu den Arbeitsprozessen waren interessant, aber die anschließenden Einkaufsmöglichkeiten ließen den Tag entspannt  ausklingen.
Der dritte Tag begann mit dem  Besuch der berühmten Schneekoppe, des höchsten Berges des Riesengebirges, der Heimat von  Rübezahl. Die beschwerlichen Bewegungsmöglichkeiten oben wurden belohnt mit grandiosen Ausblicken bei klarer Sicht.
Der Nachmittag  war erfüllt mit einer Rundfahrt durch das „Tal der Schlösser und Gärten“. Unterwegs wurden wir Zeugen eines außergewöhnlichen Phänomens:
Ein Ort gestörter Gravitation ließ unseren Bus bergauf rollen!!!
Nach einer Führung durch das Schloss Lomnitz gab es ein “fürstliches“  Abendessen, gekrönt  mit Likören einheimischer Brennereien.
Die zweite Hälfte der Reise hatte den Schwerpunkt Breslau. Auf dem Weg dorthin streifte die Reisegruppe das Zisterzienserkloster Grüssau, das Schloss Fürstenberg. Führungen und Spaziergänge ließen erweiterte Einblicke zu. Aber der Höhepunkt des Tages sollte die Besichtigung der Friedenskirche in Schweidnitz  sein.
Kurz nach dem 30jährigen Krieg entstanden (1665) als größte der drei Friedenskirchen, die die siegreichen Katholiken den Protestanten gnädig zu billigten. Sie durfte nur aus Holz, Lehm und Stroh gefertigt werden und musste schmucklos sein, aber  umso prachtvoller ist ihr Inneres. Sie gehört heute zum Weltkulturerbe.
Am Abend erreichte die Reisegruppe Breslau. Die Kulturhauptstadt Europas  2016 wird noch immer  diesem Anspruch gerecht. Die Kirchen, die Dominsel, der Ring begeisterten alle, eine Stadt voller Kulturdenkmäler und Lebendigkeit, die sicherlich auch den vielen jungen Menschen und Studenten geschuldet ist, die alt-ehrwürdige“ Leopoldina“, gegründet 1728, symbolisiert einen hohen geistigen Anspruch.
Die Rückfahrt sah eine erschöpfte Reisegruppe, aber es gab noch einen weiteren Höhepunkt, einen Muntermacher: in Bunzlau konnte jeder nach Herzenslust sich die schönsten Reiseandenken, nämlich die Bunzlauer Tippl ! erstehen, auch diese Kunst gehört zu den Kulturschätzen Niederschlesiens.

(Text und Fotos zugesandt von Manfred Simon).

Hierbei einige Reiseeindrücke der Kulturfahrt nach Schlesien

Friedenskirche in Schweidnitz, Kirche Wang, Schloß Schildau, Schneekoppe mit Wetterstation, Breslau mit Marktbrunen und die Aula Leopoldina der Universität Breslau.


      

      

      




         












 
                                                



                
Wichtige Links:

Landsmannschaft Schlesien


TERMINÜBERSICHT